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AC Milan
Adresse:
AC Milan
Via Turati 3
I-20121 Milano
Telefon: 00
39-02-6 22 81
Telefax: 00
39-02-6 59 88 76
Internet:
www.acmilan.com
Gründungsjahr:
1899
Präsident: Adriano
Galliani
Trainer: Leonardo
Stadion: San
Siro (Giuseppe Meazza) (ca. 87.000 Plätze)
Geschichte
Der AC
Mailand (offiziell Associazione
Calcio Milan) ist ein italienischer Fußballklub aus dem im Norden
Italiens gelegenen Mailand (Lombardei). Mit 17 nationalen Meistertiteln, fünf
Pokalsiegen, dem siebenmaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister bzw.
der UEFA Champions League und dem viermaligen Gewinn
des Weltpokals gehört der Klub zu den erfolgreichsten und traditionsreichsten
Vereinsmannschaften der Welt. Seine Heimstätte, das von den Fans meist nach dem
gleichnamigen Mailänder Stadtteil San Siro genannte
Giuseppe Meazza Stadion teilt sich der AC
Mailand mit dem Lokalrivalen Inter Mailand.
Der AC
Mailand, auch kurz Milan genannt, wurde am 16. Dezember 1899 als Mailänder
Fußball- und Cricketclub (Milan Football and
Cricket Club) von einer Gruppe ausgewanderter
englischer Geschäftsleute unter der Leitung von Alfred Edwards gegründet. In
diesen Jahren entwickelte sich in Italien auch gerade ein erster geordneter
Spielbetrieb auf Landesebene, in dem sich der AC Mailand schnell profilierte.
Bereits 17 Monate nach der Vereinsgründung, am 5. Mai 1901, setzte sich die
Mannschaft aus der Lombardei mit einem 1:0 im Meisterschaftsendspiel gegen Genua
1893 durch und errang den ersten Titelgewinn. 1908, Mailand
hatte zwischenzeitlich zwei weitere Meistertitel errungen, spaltete sich
dann der Klub. Die italienischen und Schweizer Mitglieder verließen den Verein,
um den heutigen Lokalrivalen Inter Mailand zu gründen.
In den
folgenden Jahren konnte der AC Mailand mit der neuen Mannschaft nicht mehr an
die Erfolge der ersten neun Jahre anknüpfen. Erst 1915 erreichte die Mannschaft
wieder die Endrunde, die wegen des Kriegsbeginns aber nicht mehr zu Ende
gespielt wurde und ohnehin nicht mehr zu gewinnen war. Während der Kriegsjahre
wurde in einigen Regionen noch Fußball gespielt, und der AC Mailand trat im
näheren Umland gegen andere Mailänder Vereine an. Ab 1929 etablierte sich der AC
Mailand schließlich in der neu gegründeten italienischen 1. Liga im Mittelfeld.
Nach dem
Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Rossoneri (Rot-Schwarzen)
mit den schwedischen Spielern Gunnar Gren, Gunnar
Nordahl und Nils Liedholm und fanden zu alter Spielstärke zurück. Als die
Südamerikaner Juan Schiaffino und José
Altafini zum Verein stießen, wurde die Überlegenheit
in der italienischen Liga immer deutlicher. In den ersten 20 Jahren nach
Kriegsende erreichte der AC Mailand in der Serie A bis auf eine Ausnahme jedes
Mal einen der ersten drei Tabellenplätze, wobei es allein fünf Meistertitel zu
bejubeln gab.
Aber auch
auf internationaler Ebene konnte man Erfolge feiern. Nachdem die Italiener 1956
und 1958 im Halbfinale bzw. im Finale des Europapokals der Landesmeister jeweils
am spanischen Vertreter Real Madrid scheiterten, errangen sie schließlich am 22.
Mai 1963 mit einem 2:1-Endspielsieg gegen Benfica
Lissabon erstmals den bedeutendsten europäischen Titel.
Den Gewinn
des Weltpokals verpasste man allerdings, nachdem man gegen den Gewinner der
südamerikanischen Klubmeisterschaft FC Santos (Brasilien) im entscheidenden
Spiel mit 0:1 unterlag. Zuvor konnten beide Mannschaften zuhause ihren Gegner
jeweils mit 4:2 bezwingen.
1965 schied
der AC Mailand als Titelverteidiger bereits im Viertelfinale gegen den späteren
Finalisten Real Madrid (Spanien) aus.
Nachdem
1964 und 1965 jeweils der Stadtrivale Inter sowohl den Europapokal der
Landesmeister als auch den Weltpokal hatte gewinnen können und somit in der
Anzahl der Erfolge an Milan vorbeigezogen war, folgte 1968 schließlich der
zweite große internationale Triumph für die Rossoneri
als sie gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV den Cup der Pokalsieger
gewinnen konnten. Ein Jahr später gewann der AC Mailand zum zweiten Mal den
Europapokal der Landesmeister. Dabei schlugen sie die Mannschaft von Ajax
Amsterdam deutlich mit 4:1. Diesmal blieben die Mailänder auch im Duell gegen
den Vertreter aus Südamerika Sieger und gewannen somit erstmals den Weltpokal.
Dabei setzten sie sich gegen den Vorjahressieger
Estudiantes de La Plata aus Argentinien durch, als sie nach einem
deutlichen 3:0-Heimerfolg im Rückspiel knapp mit 1:2 unterlagen.
Der
europäische Vereinstitel konnte aber wiederum nicht verteidigt werden, da man in
der darauf folgenden Saison schon im Achtelfinale gegen den späteren
Turniersieger Feyenoord Rotterdam (Niederlande)
ausschied.
1973 gewann
der AC Mailand zum zweiten Mal den Pokalsiegerwettbewerb. Dabei wurde im Finale
die Mannschaft von Leeds United (England) bezwungen. Ein Jahr später stand man
erneut im Finale, verlor jedoch überraschend mit 0:2 gegen den Pokalsieger aus
der DDR, den 1. FC Magdeburg.
1980 endete
die Erfolgsserie des AC Mailand abrupt, als der Klub zusammen mit
Lazio Rom wegen illegaler Wettgeschäfte vom
italienischen Fußballverband zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde.
Auch wenn den Mailändern umgehend der Wiederaufstieg gelang, erholte sich der
Verein nur langsam und musste im Jahr darauf erneut den Weg in die zweite Liga
antreten.
Nach dem
neuerlichen Abstieg in die Serie B gelang wiederholt der sofortige
Wiederaufstieg in die oberste Spielklasse. Als Mitte der achtziger Jahre der
Medien-Mogul Silvio Berlusconi den Vorsitz übernommen hatte, fand der AC Mailand
schließlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Unter Berlusconi erfuhr die
Mannschaft einen erheblichen Neuaufbau, dabei wurde u. a. mit
Arrigo Sacchi ein
Trainer verpflichtet, welcher einen offensiven Fußball bevorzugte. Zur Umsetzung
dessen wurden für hohe Ablösesummen neben Roberto Donadoni
die niederländischen Fußballstars Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank
Rijkaard eingekauft. Neben diesen offensiven Spielern und den beiden
Abwehrstrategen Franco Baresi und Paolo
Maldini entwickelte sich mit der Zeit eine
schlagkräftige Mannschaft, welche ab Ende der achtziger Jahre den europäischen
Vereinsfußball zu dominieren begann. Dabei gewann der AC Mailand 1989 nach dem
elften Gewinn der Meisterschaft im Jahr zuvor den Europapokal der Landesmeister,
den europäischen Supercup und den Fußball-Weltpokal. In der nationalen
Meisterschaft hingegen musste man sich am Saisonende mit dem dritten Rang hinter
dem Stadtrivalen Inter und dem SSC Neapel begnügen.
1990 gelang
dem AC Mailand die erfolgreiche Titelverteidigung im Europacup der
Landesmeister. Trotzdem mussten sich auch in diesem Jahr die
Rot-Schwarzen mit dem SSC Neapel der Konkurrenz aus
dem Süden Italiens beugen und belegten in der Endabrechnung Platz zwei. 1991
wurde mit Fabio Capello ein neuer Trainer
verpflichtet, welcher im Gegensatz zu seinem Vorgänger eher defensiv spielen
ließ. Außerdem kamen mit Zvonimir Boban und Dejan
Savićević sowie Jean-Pierre
Papin weitere Weltklassespieler zum AC Mailand. Doch wie schon im Jahr
zuvor reichte es in der nationalen Meisterschaft wieder nur für den zweiten
Platz. Diesmal musste man der Mannschaft von Sampdoria
Genua den Vortritt lassen. Auch im Europacup scheiterten die Italiener bereits
im Viertelfinale gegen den französischen Meister Olympique
Marseille, dem späteren Finalisten. Nachdem der Titelverteidiger als Gastgeber
im ersten Spiel nicht über ein Unentschieden hinauskam, musste das Rückspiel in
Marseille unbedingt gewonnen werden. Als beim Stand von 1:0 für die Franzosen
kurz vor Schluss im Stadion die Flutlichtanlage ausfiel, nahmen das die
Italiener zum Anlass das Spiel abzubrechen. Daraufhin wurde der Verein für sein
eigenmächtiges Handeln für ein Jahr von allen europäischen Klubwettbewerben
ausgeschlossen.
In der
Saison 1991/92 konnte der AC Mailand nach vier Jahren wieder den
Scudetto gewinnen. Dabei blieb man die gesamte
Saison über in der Serie A ungeschlagen. Auch in den folgenden beiden Jahren
blieb man die Nummer eins im eigenen Land.
Ab der
Saison 1992/93 durfte der AC Mailand wieder am höchsten europäischen
Klubwettbewerb teilnehmen, welcher erstmals unter der Bezeichnung UEFA Champions
League durchgeführt wurde. Dabei gelang auf Anhieb
wieder der Einzug ins Finale, wo man auf den letzten europäischen Bezwinger aus
Marseille traf. Obwohl der AC Mailand als klarer Favorit in das Spiel ging,
misslang die Revanche für die Viertelfinalniederlage zwei Jahre zuvor.
Olympique Marseille hingegen feierte durch einen
knappen 1:0 Sieg den ersten Gewinn der europäischen Königsklasse.
Im darauf
folgenden Jahr zogen die Mailänder wiederum in das Finale ein. Dabei vermochte
die Mannschaft in der Vorrunde mit ihrem schon markanten Defensivfußball nur
wenig überzeugen und konnte von 6 Spielen gerade einmal zwei gewinnen, bei 4
Unentschieden. Aus diesem Grund galt der AC Mailand seit langer Zeit wieder als
Außenseiter, da ihm mit dem FC Barcelona eine Mannschaft gegenüberstand, welche
nach Ansicht vieler Beobachter den offensivsten und torreichsten Fußball dieser
Zeit praktizierten. Doch zum allgemeinen Erstaunen blieb die erwartete
Wachablösung im europäischen Vereinsfußball aus. Der AC Mailand übernahm im
Athener Olympiastadion vor 76.000 Zuschauer von Beginn an die Initiative und
besiegte seinen spanischen Kontrahenten deutlich mit 4:0.
Auch 1995
kam der AC Mailand zum nunmehr dritten Mal in Folge ins Finale der Champions
League. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen
Stars unterlagen dabei den "jungen Wilden" von Ajax Amsterdam mit 0:1. Dabei
erzielte der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18-jährige Patrick
Kluivert das "goldene Tor".
Mit dieser
Niederlage ging in der europäischen Königsklasse eine 7-jährige Ära zu Ende, in
welcher der AC Mailand eine prägende Rolle innehatte, welche in seiner Dominanz
nur mit der von Real Madrid in den späten 1950er-Jahren zu vergleichen war. Die
Italiener erreichten in dieser Zeit fünfmal das Finale, wobei sie letztlich
dreimal Europas Fußballkrone erringen konnten.
Danach
endete vorerst die Überlegenheit des AC Mailand, da die Mannschaft im Umbruch
stand. Trainer Fabio Capello verließ den Verein und
wurde durch Oscar Tabárez aus Uruguay ersetzt. Ruud
Gullit hatte schon 1993 sein Engagement beim Verein beendet, Marco van Basten
musste wegen anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere beenden und andere
Stars früherer Jahre konnten wie Franco Baresi nicht
mehr an ihre alte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Neue spektakuläre
Verpflichtungen wie die von Roberto Baggio oder
George Weah konnten die dabei entstehenden Lücken
nicht schließen, wodurch der Verein in Europa eine Reihe überraschender
Niederlagen einstecken musste. In den Jahren 1997 und 1998 war der Klub aus
Norditalien weit von den Erfolgen vergangener Tage entfernt, da er in dieser
Zeit selbst auf nationaler Ebene nur ein Platz in der unteren Tabellenhälfte
erreichen konnte. Nach kurzen erneuten Amtsperioden von
Sacchi und Capello wurde schließlich Alberto
Zaccheroni als Trainer verpflichtet, der die
Durststrecke beendete und den Verein 1999 zur erneuten Meisterschaft führte.
Trotzdem drehte sich das Trainerkarussell weiter bis mit Carlo
Ancelotti auch der internationale Erfolg
zurückkehrte. Nachdem u. a. der torgefährliche ukrainische Stürmer
Andriy Shevchenko geholt
wurde, galt der AC Mailand wieder als eine der spielstärksten Mannschaften
Europas und erreichte schließlich im Jahre 2003 wieder das Finale der Champions
League. Hierbei gewann man im Elfmeterschießen gegen
den Ligakonkurrenten Juventus Turin und konnte sich
so den wertvollsten Titel Europas zum mittlerweile sechsten Mal sichern.
In der
Saison 2004/05 stand der AC Mailand erneut im Finale der Champions
League, wo der Gegner diesmal FC Liverpool hieß.
Dieses Spiel sollte als eines der denkwürdigsten in die Geschichte des
europäischen Meistercups eingehen. Nachdem der große Favorit aus Italien anfangs
seinen Gegner nach Belieben beherrschte und zur Halbzeit bereits mit drei Toren
führte, kämpften sich die aufopferungsvoll kämpfenden Engländer wieder ins Spiel
zurück und erreichten die Verlängerung. Nachdem diese keine Entscheidung
brachte, wurde der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt, in welchem schließlich
die Mannschaft des AC Mailand das schon sicher geglaubte Spiel doch noch verlor.
Ein Jahr
später konnte der AC Mailand das Halbfinale der Champions
League erreichen, musste sich dort jedoch dem späteren Sieger FC
Barcelona geschlagen geben.
Im Mai 2006
wurde die italienische Liga von einem Skandal erschüttert, in welchem neben
Juventus Turin auch der AC Mailand verwickelt war.
Als Konsequenz wurde dem Mailänder Verein für die gerade abgeschlossene Saison
2005/06 44 Punkte abgezogen. Dadurch verlor Milan den 2. Platz und damit die
verbundene direkte Qualifikation für die Champions League
2006/07. Ein Berufungsgericht milderte allerdings den Richterspruch ab und
reduzierte die Strafe auf 30 Punkte Abzug, wodurch der Verein in der
Endabrechnung noch den dritten Tabellenplatz belegte und zumindest noch die
Champions League über die Qualifikationsrunde
erreichen konnte.
Trotz
dieses mühevollen Umweges erreichte Milan in der Saison 2006/07 wiederum das
Finale der Champions League, wo mit dem FC Liverpool
der Endspielgegner von Istanbul wartete. Doch anders als im legendären Finale
von 2005 behielten die Rossoneri hier das bessere
Ende für sich und gewann verdient mit 2:1. Im August des gleichen Jahres konnte
der AC Mailand dem Triumph in der Königsklasse noch den Gewinn des Supercups
hinzufügen, als in Monaco der amtierende UEFA-Cup Sieger FC Sevilla mit 3:1
bezwungen wurde. Dieses Spiel stand jedoch im Schatten des drei Tage zuvor
verstorbenen FC-Spielers Antonio Puerta. Im Andenken
an den Verteidiger trugen alle Spieler unterhalb der Trikotnummer den Namen
Puerta.
Am 16.
Dezember 2007 gelang dem AC Mailand zum vierten Mal der Sieg im Weltpokal, wobei
in Yokohama der Sieger aus der Südamerika-Gruppe, die Boca Juniors, mit 4:2
geschlagen wurden. Die Saison 2007/08 wurde in der Serie A auf einem
enttäuschenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen, wodurch man in der Saison
2008/09 im UEFA-Cup spielen wird.
(Quelle:
Wikipedia)
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